FREIE PLÄTZE: 2 Plätze ab Sommer 2023

Pädagogisches Konzept

Unser Auftrag:


die GTP Zwergenstunbe soll der Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern dienen. Der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Zwergenstube bezieht sich auf folgende Kernpunkte:

               1. Der Kinder sollen in ihrer Persönlichkeit gestärkt werden
               2. Die Kinder sollen in sozial verantwortliches Handeln eingeführt werden
               3. Den Kindern soll eine eigenständige Lebensbewältigung im Rahmen ihrer                         Möglichkeiten eröffnet werden
               4. Die Kreativität und Fantasie der Kinder soll gefördert werden
               5. Der Wissensdrang und die Freude am Lernen soll gepflegt werden

Die Umsetzung dieser Kernpunkte können Sie, als Leser, in der gesamten Konzeption wiederfinden. 

Das Kind, eine eigene Persönlichkeit:


Im Vordergrund unserer Arbeit steht das Wohl des Kindes. Als wichtigstes Anliegen betrachten wir dabei, dass ihr Kind Vertrauen zu uns ausbauen kann, um ungezwungen und ausgelassen spielen zu können. Wir respektieren die Persönlichkeit jedes Kindes und gehen behutsam mit ihm um. Wir bemühen uns, auf die individuellen Bedürfnisse und Interessen der Kinder einzugehen, denn auch kleine Kinder setzen sich schon aktiv mit ihrer Umwelt auseinander und bestimmen so ihre Entwicklung mit. 

Hier ist die Beobachtungsgabe unabdingbar, denn manche "Verzögerungen" erfordern unmittelbares Handeln. In solchen Fällen stehen wir den Eltern beratend zu Seite. 

In den ersten Lebensjahren findet eine rasante Entwicklung statt. Mit unserer Unterstützung begleiten wir die Kinder auf diesem Lebensabschnitt und fördern einzelne Entwicklungsschritte. Auch Geduld ist notwendig, denn viele neue Entwicklungsschritte lassen manchmal auf sich warten. 

Was tun wir mit den Kleinsten?


Im ersten Lebensjahr braucht das Kind direkten Kontakt mit Dingen und Materialien, um sich in seiner Umwelt (Umgebung) sicher fühlen. Seine Sinne sind immer auf Empfang für neue Impulse. In jeder Tätigkeit entwickelt das Kind sein Körperbewusstsein weiter, bekommt ein Bild von sich und seiner Umgebung. Dinge wie Wasser, Sand oder Steine nimmt es in der Krabbelphase in Angriff. 

Ab dem zweiten Lebensjahr steht jedoch nicht ein bestimmtes Spiel im Vordergrund, sondern das Material selbst. Das Kind setzt sich mit dem ihnen angebotenen Material auseinander und macht so seine Erfahrungen. In dieser Zeit sollten natürliche Materialien zum Spielen angeboten werden, z.B.  ein große Kiste mit Kastanie. 

Ab dem dritten Lebensjahr sollten zusätzlich Farben, Papier, Kleber, Perlen, Federn usw. zur Verfügung gestellt werden und dazu entsprechende Spielanleitungen erfolgen. 

Die Entwicklungsschritte, die Kinder im Alter von 0 - 3 Jahren durchlaufen, betreffen hauptsächlich die Bereiche Motorik, Wahrnehmung, Sprache und soziale Bindungen. 

Ein Kind U3 will...


aktiv seine Umwelt entdecken, erforschen und dadurch Schritt für Schritt die Welt erobern. 

Aufmerksamkeit, Zuwendung spüren, seine Bedürfnisse vermitteln und ernst genommen werden.

Experimentieren und dadurch verstehen lernen

Sich mit verschiedenen Materialien auseinandersetzen, gemeinsam mit anderen spielen und kommunizieren. 

Zeit für seine ganz persönliche Entwicklung haben. 

Dafür braucht es Menschen, ...

die zuhören und hinschauen.

die ihm Zeit schenken, die fröhlich, freundlich und liebevoll sind.

bei denen es seine Gefühle ausleben kann und die seine Bedürfnisse erkennen.

mit denen es spielen, lachen und reden kann.

die akzeptieren, dass jedes Kind sein eigenes Tempo hat.

Dafür braucht es Material, das...


zum Experimentieren, Erforschen und Entdecken einlädt.

die Sinne weckt und das Körperbewusstsein schult.

die Kommunikationsfreude anregt.

neugierig macht und die Fantasie weckt.

zum Sortieren, Zuordnen und Zusammenfügen auffordert.

Ähnlichkeiten und Unterschiede erkennen lässt. 

Da schon Kleinstkinder ihre Umwelt intensiv wahrnehmen und für eine gesunde Entwicklung auf vielfältige Reize wie Farben, Formen, Gerüche, Geschmäcker oder Geräusche angewiesen sind, gilt es dieses zu unterstützen, zu fordern und zu fördern. Kinder brauchen je nach Alter und Entwicklungsstand die Möglichkeit sich hochzuziehen, etwas zu schieben, hoch-, runter- und rumzukrabbeln, Hügel hinauf- und wieder herunterzusteigen oder sich einfach auszuruhen und sich zu verstecken. 

Bei der Gestaltung unserer Räumlichkeiten und unseres Außengeländes versuchen wir alle diese Aspekte zu berücksichtigen. 


Ernährung

Essen und Trinken nimmt in der Zwergenstube einen großen zeitlichen Anteil ein – über den Tag verteilt sind es mehrere Mahlzeiten, die wir zusammen einnehmen. Eine kindgerechte Ernährung ist für die gesunde Entwicklung wichtig – das bedeutet bei uns, es gibt eine Vielzahl an frischer und abwechslungsreicher Kost. Die täglichen Mahlzeiten werden frisch zubereitet.

Wir gehen auch gerne auf individuelle Ansprüche bei der Zubereitung der Mahlzeiten ein, wenn es bedeutet das ihr Kind sich vegetarisch, vegan oder zuckerfrei ernähren soll. 

Unser Getränkeangebot beschränkt sich auf Wasser und ungesüßten Tee. Bei einem gemeinsamen Oster- oder Weihnachtsfrühstück gibt es auch mal einen Kakao zu trinken. 

Für das Frühstück sorgt jede Familie eigenständig und gibt dem Kind ein ausgewogenes und abwechslungsreiches Frühstück in einer Brotdose mit. 

Individuelle Kinderbetreuung in einer kleinen Gruppe

Die kleine Gruppengröße ist ein großer Vorteil der Kindertagespflege und ermöglicht es uns eine individuelle Beziehung zu jedem Kind aufbauen zu können. Es ist viel Zeit für jedes Kind vorhanden und wir können sehr gut auf jede der kleinen Persönlichkeiten eingehen. Grade für die Betreuung von Kindern unter 3 Jahren ist es wichtig, dass eine vertrauensvolle Nähe aufgebaut wird, in der sich das Kind wohl und geborgen fühlt.

In unserer kleinen Gruppe gibt es immer eine Durchmischung verschiedener Altersgruppen. Jedes Jahr kommen neue kleine Kinder hinzu und die älteren Kinder bereiten sich auf den nächsten Schritt vor und wechseln in den Kindergarten. Die Altersdurchmischung ist für alle Kinder gut: so lernen die kleinen viel von den größeren Kinder und die größeren Kinder lernen Vorbild zu sein und Verantwortung zu übernehmen. Sie lernen spielerisch in den verschiedenen Rollen Rücksicht aufeinander zu nehmen und erweitern somit ihre soziale Kompetenz.

Eingewöhnung: der Beginn eines neuen Lebensabschnittes

Die GTP Zwergenstube orientiert sich am "Berliner Eingewöhnungsmodell". Die Eingewöhnung dauert im Durchschnitt  drei bis vier Wochen. In diesem Zeitraum ist es extrem wichtig, dass die Eltern bzw. Bezugspersonen sich Zeit nehmen, damit ihr Kind die Eingewöhnung bestmöglich bewältigen kann. Wichtig ist hierbei auch, dass ihr Kind in dieser Zeit mit einer kontinuierlich gleichbleibenden Bezugsperson die Zwergenstube besucht. 

Das "Berliner Eingewöhnungsmodell" wird in verschiedenen Phasen eingeteilt:

In der der ersten Phase  kommen die Eltern mit ihrem Kind täglich zirka eine Stunde in die Zwergenstube. Das Kind erhält die Möglichkeit, sich die neue Umgebung  anzuschauen und sich mit der neuen Situation vertraut zu machen,  hierbei hat das Kind eine verlässliche Bezugsperson an seiner Seite. Die sogenannte Grundphase  dauert ca. 3-5 Tage. 

Anschließend beginnt die Stabiliesierungsphase. In dieser Zeit wird eine anfangs  kurze aber stetig steigende Trennung stattfinden, in der die Tagespflegeperson mit dem Kind in der Gruppe bleibt und eine Bindung langsam aufgebaut werden kann.  Die Eltern kehren nach der vereinbarten Zeit wieder in den Gruppenraum zurück, verlassen aber während dieser Phase nicht die Einrichtung um jederzeit für das Kind greifbar zu sein. 

Jedes Kind soll die Möglichkeit haben, sich behutsam an die neue Situation anzupassen. 

Wenn wir sicher sind, dass ihr Kind die Eingewöhnungsschritte gut bewältigt hat und alle pflegerischen Maßnahmen von der Tagespflegepersonen durchgeführt werden dürfen,  kann die letzte Phase beginnen. Ab diesem Zeitpunkt bleibt ihr Kind einen längere Zeitraum in der Zwergenstube, wobei die Eltern in dieser Zeit telefonisch erreichbar bleiben sollen. 

Zusammenarbeit mit den Eltern

Die Eltern bzw. Sorgeberechtigen werden in der Zwergenstube als wichtige Bezugsperson der Kinder wahrgenommen. Sie werden als Partner in einer Bindungs- und  Erziehungspartnerschaft verstanden. Bedürfnisse und Erwartungen werden ernst genommen und in der Arbeit angemessen berücksichtigt. Wir arbeiten vertrauensvoll mit den Eltern zusammen und sind im regelmäßigen und offenem Dialog und Austausch miteinander.  Anregungen werden dankbar entgegengenommen. 

Neben dem Aufnahmegespräch, das bei Eintritt in die GTP Zwergenstube erfolgt, haben die Eltern die Möglichkeit einen Termin für ein Entwicklungsgespräch mit uns zu vereinbaren. Dabei können die Entwicklung des Kindes und andere wichtige Themen besprochen werden. Als Leitfaden für die Ausarbeitung eines Entwicklungsgespräches dient die "Beller Entwicklungstabelle"

Wir freuen uns über die bisherige gute Zusammenarbeit mit unseren Eltern und hoffen weiterhin auf einen vertrauensvollen Umgang miteinander. 

Routine im Tagesablauf – für kleine Kinder besonders wichtig

Unser Tag ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, die immer wiederkehren und so Vertrauen und Verlässlichkeit für die Kinder bringen. Einzelne Tätigkeiten, wie gemeinsame Mahlzeiten, Morgenkreis und natürlich der Mittagsschlaf strukturieren den Tag und die Kinder entwickeln eine Routine im Tagesablauf. 

Zwischen diesen festen Strukturen gibt es täglich wechselnde Angebote, die den Tag lebendig und abwechslungsreich gestalten – uns wird bestimmt nie langweilig.

Die Entwicklung des Kindes wird durch Portfolio dokumentiert

Wir halten durch regelmäßige Dokumentation neue Entwicklungsschritte ihres Kindes fest wie zum Beispiel: "Was interessiert dich gerade, was habe ich neues gelernt, womit Spiele ich derzeit am liebsten, Was kann ich besonders gut". 

Die einzelnen Schritte der Entwicklung werden in unterschiedlichen Formaten festgehalten und gesammelt, dazu zählen:  Erinnerungsordner, Fotos und natürlich auch die Sachen, die die Kinder gemalt und gebastelt haben. 

Die Qualität unserer Arbeit in der Kindertagespflege lässt sich durch die Entwicklungsdokumentation messen und es macht unsere Tätigkeit transparent.